Montag, 13. Mai 2019

Neue Nadeln getestet und für sehr gut befunden

Guten Montagmorgen!
Nach einer überraschend stressigen Woche im Büro war ich abends immer froh, auf dem Sofa zu sitzen. An manchen Tagen kommt alles zusammen, und an anderen herrscht absolut tote Hose. Aber das geht wahrscheinlich jedem so, und ich will auch gar nicht jammern. Mit Stress und Hektik kann ich viel besser umgehen als mit gähnender Langeweile. Dann surfe ich auch nicht viel im Netz und finde Dinge, die ich dann unbedingt brauche :)

Heute fange ich mal mit den

4Gs (Gehört, Gesehen, Gelesen, Getestet)

an. Ich habe nämlich endlich mal meine CrasyTrios ausprobiert.
Zuerst habe ich 60 Maschen auf zwei Nadeln angeschlagen


Danach werden die Maschen aufgeteilt, indem man jeweils eine Nadeln bis zur Hälfte der Maschen rauszieht. Das geht schnell und problemlos - mit dem Nadelspiel dauert es länger, wenn man die Maschen nicht sofort auf die vier Nadeln verteilt. Und die vier Nadeln müssen ja dann auch noch erstmal richtig hingelegt werden, damit sich beim Runden schließen nichts verdreht..... Das geht mit dem CrasyTrio schneller und deswegen gibt es da schonmal den ersten Punkt.


Dann wird die erste Runde gestrickt. Was soll ich sagen: Es geht echt fix.
Ja, es ist ungewohnt, die kleine Nadel zu halten - gerade bei den linken Maschen ist es anfangs ein bisschen kniffelig - aber es dauert nur einen Moment, und dann hatte ich mich daran gewöhnt. Ein großer Vorteil ist definitv, dass die Nadeln kürzer sind und mir nicht so Weg sind.

Folglich war das Bündchen auch schnell fertig. Man muss tatsächlich ein bisschen rumprobieren, wie man das CrasyTrio in der Hand hält, und gerade am Anfang hatte ich das Gefühl, dass das alles viel zu klein für meine großen Hände ist, aber das gibt sich bei den ersten Runden. Ich habe auch keine Möglichkeit mehr, die falsche Nadel rauszuziehen, was mir beim Nadelspiel tatsächlich zweimal gelungen ist.

Das einzige, was ich nicht so gut hinbekomme, ist der Nadelwechsel bei einer linken Masche. Da habe ich noch nicht raus, wie ich die Nadeln am besten halte.
Das Bündchen habe ich also fertig und jetzt bin ich am überlegen, welches Muster sich eignet. Oder ob ich einfach nur rechte Maschen stricken, weil die Wolle eh schon so bunt ist. Aber nur rechte Maschen finde ich auf Dauer sehr langweilig.... Mal sehen.
Mein Fazit zum CrasyTrio: Ungewohnt, aber nicht schlecht. Ich kann es tatsächlich sehr empfehlen, auch wenn es im Verhältnis zum Nadelspiel doch etwas teurer ist. Die Investition hat sich für mich zumindest gelohnt.

Auf den Nadeln

Tja, hier ist immer noch der Womanicer in Arbeit. Ich hatte beim letzten Mal einen Ärmel abgemascht und war mir nicht so ganz sicher, ob ich das alles richtig mache. Ich glaube, die ein oder andere Masche ist tatsächlich nicht korrekt, aber das wäre dann direkt unter dem Arm und da fällt es nicht auf. Was fiel wichtig ist: Das ganze Ding passt mir. Da war ich ja sehr skeptisch und auch mein Mann hat die Luft angehalten, als ich da reingeschlüpft bin.


Hier entsteht wieder ein Zopf, denn zwei von den anfänglich vier Zöpfen liegen auf den Ärmeln und enden da. Überrascht hat mich, dass ich es tatsächlich geschafft habe, bis zu den Ärmeln überall die korrekte Maschenanzahl zu haben. Ich habe keine fallen lassen und keine aus Versehen dazu gestrickt. Der Womanicer wächst also jetzt nur noch nach unten, ich stricke brav meine vier Zöpfe und nehme in jeder 6. Runden zwei Maschen zu, um eine leichte A-Linie zu bekommen.

Unter der Maschine

liegt immer noch nichts. Noch nich einmal einen Schnitt abgenommen, geschweige denn zugeschnitten habe ich. Asche auf mein Haupt! Letzte Woche kam die neue Burda, und ich glaube, das war die letzte, die ich abo-mäßig bekommen habe. Nach Jahren der Treue habe ich nämlich gekündigt und kaufe die Burda lieber nur dann, wenn tatsächlich ein paar Schnitte drin sind, die mir auch spontan zusagen.
 

In dieser Ausgabe sind zumindest drei Oberteile drin, die ich ganz gut finde.



Sogar ein Strick-Oberteil ist in dieser Ausgabe drin!


Nichts desto trotz gehen Burda und ich erstmal getrennte Wege. Ich habe ja schon geschrieben, dass ich mich in den Schnittmustern zur Zeit nicht wiederfinde und von daher macht es wenig Sinn, Ausgabe um Ausgabe unter meinem Zuschneidetisch zu horten. Aber keine Sorge: Burdaschnitte wird es hier nach wie vor geben, denn ich habe eine Menge Ausgaben mit vielen tollen Schnittmuster drin und ich bin auch nach wie vor von der Beschreibung und Verarbeitung der Schnitte überzeugt (auch wenn ich manchmal ganz schön zu kämpfen habe).

Am Haken

habe ich nach wie vor nichts. Was mich mal reizen würde, wäre das Planned Pooling. Schonmal davon gehört? Die Wolle kann verhäkelt oder auch verstrickt werden, aber man muss wirklich darauf achten, dass man die Farbeinteilungen einhält, also nicht zu fest und nicht zu locker häkeln, dann kommt da wirklich ein tolles Muster direkt aus dem Knäul. Kleiner Aufwand - große Wirkung. Für sowas bin ich ja immer zu haben. Es gibt auch Bobbels, aus denen ganz tolle Tücher entstehen, aber ich glaube, die werden eher verstrickt und nicht verhäkelt. Da muss ich mich nochmal auf die Suche begeben. Vielleicht finde ich ja eine tolle Häkelanleitung.

Kommentare:

  1. Gestern habe ich hier einen langen Kommentar geschrieben und plötzlich wurde der Bildschirm kurz schwarz und alles war weg......also heute nochmal:
    Deinen Test des CrazyTrio habe ich mit Interesse gelesen. Vor einigen Monaten gab es ja neu auf dem Markt das Addi- Sockenwunder. Ich habs damit versucht und mir damit fast die Finger verrenkt. Du erinnerst Dich vielleicht?

    https://naehfreundin.blogspot.com/2017/02/das-addi-sockenwunderwunderbar-oder.html

    Diese neuen gebogenen Nadeln scheinen ja doch etwas besser in der Hand zu liegen. Wenn ich mal irgendwo so etwas sehe, dann versuche ich das das auch mal. Also DANKE! für deinen Erfahrungsbericht.
    Dein Womenizer wird ganz sicher ein sehr schön werden. Ich denke, daß sich die Arbeit lohnt. Bleib dran!
    Du hast die Burda gekündigt? Im Grunde kann ich Dir zu diesem Entschluß nur gratulieren, denn ich selber bringe es nicht fertig, diesen Schritt zu tun. Monat für Monat stapeln sich auch bei mir die Hefte aufeinander. Ein Irrsinn.
    Das Planned Pooling, finde ich, ist eine sehr schöne und neue Sache. Ich habe mir das auch schon angesehen, habe aber noch kein mich wirklich überzeugendes Projekt gefunden, mit dem ich auch etwas anfangen kann. Am liebsten wäre mir ein langärmliger Pullover mit normal geformten Ärmeln, also weder Fledermaus noch Poncho. Vielleicht irgendwann. Solltest Du es probieren, werde ich Dir gerne zusehen.
    Eine schöne Woche wünsche ich Dir!
    Liebe Grüße
    Susan

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  2. An Deinen Bericht mit dem Sockenwunder kann ich mich in der Tat nicht erinnern, weil ich mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ansatzweise für das Stricken interessiert habe. Aber jetzt habe ich nachgelesen. Schön, dass Du die Streichhölzer dazugelegt hast, damit man einen Vergleich hat. Ich glaube nicht, dass ich damit stricken könnte. Die Nadeln vom Trio sind auf alle Fälle größer. Vielleicht gibt es ja ein Geschäft, wo Du mal damit probestricken kannst?
    In der Zeitschrift "Woolly Hugs - Maschenwelt" sind einige Modelle drin, die mit Planned Pooling gestrickt werden. Und wie ich gestern gesehen habe, gibt es auch von anderen Herstellern diese Wolle. Ich habe nur leider überhaupt keine Ahnung, ob man dazu auch eine passende Anleitung braucht oder ob man jede Strickanleitung nehmen kann.
    LG, Sandra

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  3. Leider habe ich da auch keine Ahnung, aber rein gefühlsmäßig denke ich, daß man, wenn man weiß wie es im Prinzip funktioniert, auch ohne eine Anleitung arbeiten könnte.
    Liebe Grüße
    Susan

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