Mittwoch, 6. November 2019

Me Made Mittwoch am 06.11.2019

Vor kurzem haben wir den 50. Geburtstag von meinem Mann gefeiert. Wir haben uns dazu entschieden, groß einzuladen und es richtig krachen zu lassen.
Lange, lange, lange habe ich überlegt, was ich anziehen könnte. Es sollte nicht übertrieben schick sein, aber auch nicht zu sportlich. Ich habe viel im Internet gestöbert, um eine Idee zu bekommen, aber nichts davon inspirierte mich.

Das Wochenende vor der Party haben wir "Verstehen Sie Spaß" geguckt. Normalerweise gehört das noch nicht auf unsere Programmliste, aber der BVB wurde veräppelt, und das wollten wir uns natürlich ansehen.

Als Gäste waren u.a. Barabar Wussow eingeladen. Sie trug ein Viskosekleid, schwarz mit bunten Mustern, dazu halbhohe Schuhe. Ein ganz tolles Outfit. Als sie in der Sendung auftauchte, wusste ich sofort: Du wirst nächsten Samstag ein Viskosekleid tragen. Den Rest der Sendung habe ich im Internet zugebracht, um ein schickes Kleid zu finden. Leider vergeblich. Zu schick, zu lang, zu kurz, zu bunt, zu schwarz. Bin ich schwierig? Ja - wenn ich weiß, wass ich will, dann schon. Aber dann kam mir ein Geistesblitz. Nähe es dir doch selbst!

Sonntag morgen saß ich mit einer Tasse Tee im Nähzimmer auf dem Boden und stöberte durch all meine Burdahefte. Ich hatte noch zwei Meter Viskosestoff im Schrank in einem herrlich herbstlichen Lilaton. Also fast perfekt! Zwei Meter sind für ein Kleid zwar ein bisschen wenig, aber ich habe tatsächlich ein Schnitt gefunden, für den man nicht mehr braucht und der genau das ist, was ich gesucht habe.

Ich war völlig euphorisch und machte mich sofort an den Zuschnitt und ans Nähen. Es ging flott, und sogar die Overlook machte anstandslos mit. Ein Problem bekam ich am Rücken. Das Kleid sieht einen Schlitz am rückwärtigen Halsausschnitt vor und dank der ruschtigen Viskose ist beim Zuschneiden wohl schon ein ziemlicher Versatz entstanden, der mir erst auffiel, als ich den Schrägstreifen an den Halsausschnitt genäht und die beiden Enden am Schlitz aneinander halten wollte. Fast drei Zentimeter Höhenunterschied! Mist. So konnte das unmöglich bleiben. Ich trennte so viel wie nötig auf, schnitt hier und da ein bisschen was weg, nähte den Schlitz zu und pfuschte am Schrägstreifen, um das Ungeplante ansehnlich zu machen. Es gelang.

Der Rest war mehr oder weniger ein Kinderspiel. Es ist mir sogar noch gelungen, eine farbliche Strumpfhose zu kaufen (ja, auf den Bildern sieht es aus wie schwarz, aber in Wahrheit ist sie dunkellila und passt super zur Farbe vom Kleid).

Ich war seit langem mal wieder zu 100% von dem überzeugt, was ich genäht habe. Das Kleid stellte sich als perfekte Wahl für die Feier heraus. Es kaschierte den vollgefutterten Bauch und gewährte reichlich Bewegungsfreiheit beim Tanzen. Es war weder zu kalt noch zu warm und das ein oder andere Kompliment bekam ich auch.


Beim Stöbern in meinen Zeitschriften kam auch wieder mein Näh-Mojo zurück. Ich habe in den alten Ausgaben so viele Schnitte gefunden, die ich entweder schon längst nähen wollte, oder die mir inzwischen gefallen.Vielleicht schaffe ich es ja, bis zum nächsten MMM wieder etwas zu nähen. Aber jetzt geht es mit diesem Beitrag erstmal zum aktuellen Me Made Mittwoch.

Dienstag, 29. Oktober 2019

Brioche in Runden

Ich weiß gar nicht, wie lange ich schon vor habe, endlich mal Brioche zu stricken. Aber man hört immer so schlimmes davon! Dass man die Übersicht verliert. Dass das alles so ein Gewurschtel ist. Dass man Fehler nicht einfach ausbügeln kann. Sowas lockt mich natürlich nicht an die Stricknadel. Aber zum Strickglück gibt es Sylvie Rasch. Sie zeigt auf ihrem YouTube-Kanal nämlich in einem Video, wie man das Vollpatent mit tiefer gestochenen Maschen stricken kann.

In unserem Österreich-Urlaub habe ich mir von der Alpaka-Farm ja ein bisschen Wolle mitgenommen, um damit Handschuhe zu stricken.


Diese Idee habe ich mir allerdings wieder recht schnell aus dem Kopf geschlagen, weil die Wolle weiß ist und ich mich frage, wie lange sie es bleibt, wenn ich die Handschuhe auf den Gassirunden trage.
Eine Mütze wollte ich damit auch nicht stricken, weil mir weiß auf dem Kopf nicht gefällt. Blieb also nur noch ein Schal bzw. ein Loop. Und zwar im Patent.

Nach ein paar Runden hatte ich es raus, und es ist wirklich sehr einfach. Es ist so einfach, dass ich es schon bereut habe, nicht gleich zweifarbig zu stricken, aber ich hatte halt keinen geeigneten farblichen Gegenspieler.

So wurde der Loop einfarbig, watteweich und mollig warm.


Ich habe zum Geburtstag einige Bücher bekommen, um Brioche zu stricken, und jetzt muss ich noch rausfinden, wie ich diese Anleitungen "umstricke" - also mit tiefer gestochenen Maschen anstatt mit Umschlägen. Natürlich muss ich auch noch die Zu- und Abnahmen lernen, aber auch hierzu gibt es ein tolles Video. Es ist halt leider immer so, dass mir die Zeit fehlt, und oft sitze ich abends auf dem Sofa und stricke einfach nur ein paar Runden an meinen Socken, um dann ziemlich früh ins Bett zu fallen. Ich bräuchte Urlaub - und zwar von allem. Selbst im Urlaub macht man ja alles möglich, nur nicht das, was man eigentlich machen wollte. Schlimm ist das.

Um nochmal auf das "Ursprungs-Patent" mit den Umschlägen zurückzukommen: Das habe ich natürlich probiert, und zwar direkt zweifarbig. Die erste Runde wurde ziemlich locker, die zweite Runde bekam schon fast Löcher und nach der dritten Runde hatte ich tatsächlich den Überblick verloren. Ich bin also wirklich sehr froh, dass es noch eine andere Möglichkeit gibt, um Patent zu stricken.

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Endlich ein Tragefoto!

Ist es denn die Möglichkeit?! Da hab ich ewig an meinem Tuula-Sweater rumgestrickt und euch tatsächlich immer noch keine Tragefotos gezeigt. Asche auf mein Haupt. Das hole ich hier und heute sofort nach.

Der Tuula-Sweater ist eine Kaufanleitung von Rosa P.
Ich habe lange überlegt, ob ich das wohl schaffe, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Also habe ich mir die Anleitung gekauft und mit meiner Wunschwolle losgelegt. Die Anleitung ist super, die Wolle war eine Fehlentscheidung. Hier habe ich schon davon berichtet.

Ich war wirklich froh, als ich den Pulli abketten konnte. Und so sieht er an mir aus:




Er passt tatsächlich wie angegossen. Ich bin sehr froh, dass ich mich an dieses Projekt gewagt habe. Okay, das Halsbündchen habe ich nicht so gestrickt, wie es in der Anleitung stand. Da fehlt mir einfach noch ein bisschen Erfahrung. Ich müsste das mal gesehen haben und eine Wolle nutzen, die sich ohne weiteres auch wieder aufziehen lässt. Das funktionierte hier nämlich nicht. Die Wolle verhakt sich und nach ein paar Maschen bleibt mir nur das Abreißen.

Na ja. Wie auch immer. Der Pulli ist toll geworden, weich und warm. Er ist jetzt schon mein großer Favorit für den Usselherbst und kalten Winter. Ehrlich gesagt überlege ich jetzt schon, ob ich ihn nicht nochmal stricken soll - selbstverständlich mit einer anderen Wolle. Aber ich habe noch sooo viel anderes vor :)

Dienstag, 1. Oktober 2019

Urlaub, Socken und endlich ein fertiger Tuula-Sweater

Ich melde mich aus einer kurzen und ungeplanten Blogpause wieder zurück. Mein letzter Eintrag ist schon etwas her und mittlerweile ist doch einiges passiert.

Wir waren im Urlaub. Zuerst 10 Tagen in Kroatien...




... und anschließend noch fünf Tage in Kärnten. Dieser Schwimmteich gehört zu unserer Unterkunft, und in all den Jahren, wo wir dorthin fahren, haben wir es noch nicht geschafft, ein paar Runden darin zu schwimmen. Schon fast eine Schande.





 Benson im Minimundus in Klagenfurt neben dem schiefen Turm von Pisa. Die Welt ist so klein!

In Kroatien waren wir jetzt schon das dritte Mal und inzwischen ist es wie nach Hause kommen. Wir kennen die Leute, die kennen uns, die Hunde kennen sich.... und dann natürlich diese Landschaft. Wirklich schön. In Österreich ist es genauso. Da waren wir zum siebten Mal und natürlich ist für nächstes Jahr auch schon wieder gebucht.

Im Urlaub wurden diese Socken hier fertig, die ich Mitte August begonnen hatte. Das Muster ist kaum zu sehen, aber es war recht kurzweilig.

 
Danach habe ich mit dem Tuula Sweater von Rosa P. angefangen. Den wollte ich unbedingt mit der Alpakawolle stricken, die ich mir letztes Jahr im Österreichurlaub gekauft habe, aber ich war sehr unsicher. Ich habe drei Maschenproben gestrickt, bevor ich dank Frau Zwillingsnadel endlich den Mut gefasst und angefangen habe. Das doppelte Bündchen habe ich nicht gestrickt. Ich habe das Prinzip zwar kapiert, aber 1. wusste ich nicht, wie ich die linken Maschen aufnehmen soll und 2. hat es mir die Wolle unmöglich gemacht, überhaupt irgendwelche Maschen zu erkennen. Also habe ich es gelassen und ein einfaches Bündchen gestrickt. Zumal ich weiß, dass sich diese Wolle nicht ribbeln lässt. Ein paar Maschen kann man aufziehen, aber dann verhakt sich das Garn so sehr, dass ich nur noch (ab)reißen kann. 


Was ich unbedingt lernen muss, ist ein elastischer Anschlag. Frau Feierabendfrickeleien zeigt in ihren Instagram-Highlights einen tollen Anschlag, der super aussieht und seeeehr dehnbar ist. Auch das Abketten muss ich ändern. Noch viel dringender als den Anschlag. Aber alles der Reihe nach. Jetzt zeige ich euch erstmal meinen fertigen Pullover, auf den ich ein bisschen stolz bin.




Ich bin sehr froh, dass ich nun endlich mit einer anderen Wolle arbeiten kann. Dieses Alpakagarn hat mich verrückt gemacht.


Es verhedderte sich ständig und immer hing irgendwo ein Fädchen, das da nicht hingehörte. Inzwischen weiß ich auch, dass mein Garn aus den Grannen gewonnen wurde. Nicht gerade das beste vom Alpaka. Wir waren nämlich im Urlaub auf einer Alpakafarm, durften die Tierchen anfassen und haben eine Menge gelernt. 


Die Besitzerin übrigens auch, allerdings über Labbis. Wir hatten Benson mit, weil wir anschließend weiter wollten, aber ich hatte ihr gesagt, dass wir unseren Hund im Auto lassen. Sie meinte aber, er könnte ruhig raus, es wäre alles gesichert. Na ja. Ihre Küche war offen, das Futter von ihrem Hund stand noch rum, es hingen reife Tomaten am Strauch und als Benson irgendwann klatschnass um die Ecke kam, bin ich fast aus den Latschen gekippt. "Ach, der war in unserem Schwimmteich", meinte Susanne. "Da springt unser Hund auch manchmal rein."  Es war mir fast schon ein bisschen peinlich, und der Alpakafarmhofhund war so empört, dass er uns mehrfach an den Reifen gepinkelt hat, was Benson natürlich nicht im geringsten interessiert hat. Als er wieder an den Tomaten stand und sie abgefressen hat, haben wir ihn dann aber doch ins Auto gepackt.

Natürlich habe ich Wolle mitgenommen. Ich habe zwei Knäuel gekauft und werde daraus einen Schal stricken, und zwar im Brioche.

Da werde ich mich jetzt endlich mal dran versuchen. Ursprünglich wollte ich ja Handschuhe stricken, aber ich brauche jetzt erstmal was einfaches für eine Autofahrt in die Normandie. Wir starten nämlich einen Familien-Kurztrip nach Frankreich. Mein Ur-Opa ist in der Normandie auf einem der großen Soldatenfriedhöfe begraben, und dort wollen wir nochmal hin. (Ach, wenn ich mir das Bild von der Wolle ansehe, kann ich es kaum erwarten, endlich wieder fusselfreies Garn zu verstricken)

Tragefotos vom Pulli muss ich noch machen. Ich war gestern Abend heilfroh, dass das Ding endlich fertig war. Außerdem ging es mir noch nicht ganz so gut, weil sich ein Wirbel aus seiner Verankerung gelöst und einen Nerv eingeklemmt hat. Das ist zwar jetzt schon wieder eine Woche her, und natürlich bin ich auch wieder eingerenkt, aber ich merke es immer noch, dass es hier und da zwickt. Also habe ich gestern Abend erstmal ein heißes Bad genommen, was meiner Wirbelsäule sehr gut getan, aber mich definitiv nicht fototauglich gemacht hat. Das werde ich also noch nachholen, und dann kommt der Pulli ja auch in den Koffer und fährt mit nach Frankreich.

Ihr findet mich übrigens auch auf Instagram unter dem Namen @die_maschenmarkiererin. Dort poste ich definitiv sehr viel zeitnaher als hier auf dem Blog.

Demnächst gibt es also ein paar Brioche-Versuche, hoffentlich bald ein Schal, und danach auch mal Handschuhe. Es wird nicht langweilig.

Dienstag, 13. August 2019

Mapala, die I.

Einen wunderschönen CreaDienstag-Morgen! Ich zeige euch heute mein Mapala-Shirt, was am Wochenende endlich endlich fertig wurde.
Das ist mein 2. Strick-Oberteil, was ich erfolgreich abgeschlossen haben. Dank der tollen Anleitung musste ich nur einmal bei YouTube spicken, als es um das Stilllegen und Wiederaufnehmen der Ärmelmaschen ging. Na ja, und beim Stricken der Ärmelbündchen habe ich mich ein bisschen schwer getan. Ich fand es total unhandlich, das Bündchen mit einem 4er Nadelspiel zu stricken. Vielleicht sollte ich mir doch mal die Magic-Loop-Methode anschauen.


Das Abketten ging mir dann echt schnell von der Hand und auch das Vernähen der Fäden (viel waren es nicht, weil ich die Garnenden alle im Vorfeld schon miteinander verknotet hatte) war fix erledigt. Und dann endlich....


... Freuen! Normalerweise trage ich Größe 38, aber da ich nicht das Original-Garn, sondern Baumwollgarn verwendet habe (Drops Muskat), habe ich das Shirt in Größe 36 gestrickt, zumal ich auf Instagram schon gesehen hatte, dass das Shirt bei der ein oder anderen etwas größer ausfällt.


So bin ich aber sehr zufrieden und total glücklich damit. Ja, ich stricke nicht ganz so schnell wie andere, aber ich komme trotzdem zum Ziel :) 


Jetzt bin ich natürlich schon wieder am überlegen, was ich als nächstes stricken werde. So langsam wird es Zeit für einen Pullover! Bis ich damit fertig bin, könnte es tatsächlich dann auch schon Herbst sein. Aber noch bin ich auf der Suche nach Wolle. Was mich zurzeit sehr anmacht, ist diese Fuchswolle. Oder auch diese Alpakawolle finde ich klasse. Muss es immer Lana Grossa & Co. sein? Nö. Und färben kann auch selbst. Ich glaube, so groß ist der Aufwand gar nicht, wenn man nur zwei, drei Stränge haben möchte. Ach, da werde ich mich auch mal mit auseinander setzen. Spaß hätte ich da schon dran. Aber alles der Reihe nach. Ich freue mich erstmal noch ein bisschen am Mapala-Shirt, dann geht es endlich in den wohlverdienten Urlaub, und DANN denke ich nochmal ans Färben.

Eckdaten zum Shirt:
Strickanleitung: Mapala von rosa.p
Wolle: Drops Muskat, ca. 500 g für Gr. 36 in der Farbe "Gewürznelke"

Verlinkt beim CreaDienstag

Dienstag, 30. Juli 2019

36 Grad ... und noch viel heißer

Die vergangene Woche war heiß, das Wochenende heißer und voll mit Terminen. Manchmal knubbelt sich echt alles. Zum ersten Mal waren wir bei den Nibelungenfestspielen in Worms. Das war gar nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe. Ja, es war eine sehr eigenwillige Interpretation des Stückes, und ein Mann stand nach etwa 20 Minuten auf und verließ seinen Platz mit den Worten: "Was ein Scheiß", aber der Rest blieb sitzen und sah zu, wie Ortlieb versuchte, sein Schicksal irgendwie abzuwenden.








Da bei den Festspielen um elegante Kleidung gebeten wurde, ergriff ich die Chance und nähte meinen grünen Jumpsuit fertig. Es war nicht mehr viel zu machen - nur noch der Reißverschluss und die Säume - aber gerade beim Reißverschluss hatte ich arge Probleme, weil ich nicht nach Anleitung genäht habe und außerdem auch noch mit der Overlook und na ja.

Bis der Reißverschluss drin war, vergingen fast zwei Stunden.


Das letzte Stück habe ich mit der Hand genäht, weil ich mit der Maschine einfach nicht hinkam, ohne den Jersey zu verziehen. Gesäumt habe ich dann auf den letzten Drücker, aber zur Vorstellung war der Jumpsuit fertig und ich denke, ich war ganz gut angezogen. 

 


Die 40 Grad ließen sich darin auf alle Fälle ganz gut überstehen :)

Und während wir Freitag nach Worms, Samstag wieder zurück und Sonntag zu meiner Mutter zum Geburtstag gefahren sind, habe ich auf dem Beifahrersitz fleißig gestrickt.


Zum ersten Mal habe ich Ärmel auf einen Faden stillgelegt und Maschen im laufenden Gestrick neu angeschlagen. Ich hoffe, ich schaffe es noch, das Shirt bis zu unserem Urlaub Anfang September fertig zu stricken.

Overall:
Schnitt Nr. 111 aus Burda Style 06/2017 aus Viskosejersey

Shirt:
Mapala Shirt von Rosa P. aus Drops Muskat, Farbe "Wein"

Verlinkt beim CreaDienstag

Donnerstag, 18. Juli 2019

So wird es wenigstens nicht langweilig

Langeweile ist etwas, was ich gar nicht gut haben kann. Ich muss immer etwas tun. Am Sonntag waren mein Mann und ich im Kino und es war echt anstrengend für mich, den ganzen Film über ruhig zu sitzen. Ende des Monats sind wir in Worms bei den Nibelungenfestspielen. Die Vorführung dauert deutlich länger als ein Kinofilm.... Ich freue mich da trotzdem drauf. Ist mal was anderes und endlich ein Anlass, sich ein bisschen schicker zu kleiden. Ich habe letztes Jahr im Sommer einen flaschengrünen Overall genäht und wollte den eigentlich zu einer Firmenfeier anziehen, aber als ich ihn das erste Mal anzog, kam ich mir darin für diesen Anlass sehr overdressed vor.

Den selben Schnitt hatte ich schonmal vernäht, aber mit einem anderen Stoff, der nicht ganz so festlich rüberkommt.


Deswegen habe ich den grünen Overall auch nicht fertig genäht und erstmal auf Eis gelegt. Außerdem habe ich nicht nach der Anleitung genäht, was zur Folge hatte, dass ich große Probleme bekam, den Reißverschluss ordentlich einzunähen. Aber da ich jetzt diesen Overall anziehen will, musste ich halt mal aufraffen und das Ding fertig nähen.

Am Ende habe ich die Naht unterhalb vom Reißverschluss mit der Hand genäht, aber es hat sich gelohnt. Die Nähte treffen perfekt aufeinander und ich habe keine Zugfalten am Hintern.


Natürlich gibt es noch ein Tragefoto, wenn ich die richtigen Schuhe dazu habe und ich die Hosenbeine auf die passende Länge nähen kann.

Bis dahin stricke ich natürlich ein bisschen. Ich wollte ja eigentlich mit ein Sommertop stricken, aber inzwischen ist alles wieder aufgeribbelt. Zuerst hatte ich ja ziemlich Ärger mit ständiger Wollkotze. Mann!!! Also, das hat mich echt Nerven gekostet, immer wieder die Fäden zu entwirren, und nach diesem Post *klick* habe ich sogar den Faden abgeschnitten, neu mit dem Arbeitsfaden verknotet und fortan von außen abgestrickt, was zwar deutlich besser ging, aber nichts daran änderte, dass mein Strickstück inzwischen um mehr als 10 cm in die Breite gewachsen war. Weiß der Geier, warum das passiert ist. Ich möchte nicht ausschließen, dass ich mich bei meiner Maschenprobe nicht verzählt habe, aber so viel.....? Ich weiß nicht. Na ja. Das gute war: Viel hatte ich noch nicht gestrickt.


Außerdem bin ich von vornherein so an die Sache rangegangen, dass ich kein Weinkrampf bekomme, falls etwas nicht klappt. Also habe ich einmal tief durchgeatmet und dann das ganze Ding wieder aufgezogen. Ich weiß nicht, wie und ob man sich bei sowas irgendwie anders helfen kann. Die Wolle ist jetzt erstmal in einer Tüte verpackt und weggeräumt. Meine Zeit mit ihr kommt noch, da bin ich mir ziemlich sicher.
Bis dahin habe ich mir Ersatz besorgt. Es ist das Mapala Shirt von rosa.p. Instagram war voll davon und jetzt konnte ich einfach nicht anders. Also habe ich mir Anleitung und Wolle besorgt.


Es ist schwierig, den Farbton des Garns einzufangen. Es ist so ne Mischung zwischen lila und braun und auf keinen Fall so dunkel wie oben auf dem Foto. Auf alle Fälle lässt sie sich gut stricken und - Achtung jetzt - die Maschenprobe stimmt. :))) 

Von Birgit habe ich den Hinweis bekommen, dass das Shirt größer ausfällt, also stricke ich mir anstatt eine 38 ne 36 und warte mal ab, was passiert. 

An dieser Strickanleitung gefällt mir, dass sie in Runden von oben nach unten gestrickt wird und im Schwierigkeitsgrad ziemlich unten angesiedelt ist. Es könnte also ein schönes Beifahrerprojekt werden, wenn wir nach Worms unterwegs sind.

Ach ja. An Socken mit Patentmuster habe ich mich auch versucht, aber da muss ich erst noch üben und ne Menge neuer Maschen lernen, bevor ich damit etwas stricke. Vielleicht ein Projekt für den Urlaub?